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Grundsätzlich hat der Absender/Verlader des Transportgutes dieses beförderungssicher zu laden, zu stauen und zu befestigen (verladen) sowie zu entladen (§ 412 HGB). Er hat die Ware in der Weise zu verladen, dass diese durch normale Einflüsse bei einer Beförderung nicht geschädigt wird. Die Ware muss deshalb auch gegen Notbremsungen, plötzliche Ausweichbewegungen und Erschütterungen gesichert werden, nicht jedoch gegen Unfälle selbst.

Nur in den Fällen, dass die Beteiligten beispielsweise schon über einen langen Zeitraum einvernehmlich dies anders gehandhabt haben, die Verladung die Bedienung technischer Anlagen durch den Frachtführer erfordert oder der Absender/Verlader erkennbar keine ausreichende Ladeerfahrung hat, ist der Frachtführer verpflichtet das Gut auf dem Lkw zu verladen.

Während und nach der Verladung durch den Absender/Verlader hat der Frachtführer aber eine Hinweispflicht, sofern er feststellt, dass die Ware nicht beförderungssicher verladen wurde. Gibt er dagegen keinen Hinweis bezüglich der mangelhaften Verladung, haftet er bei Güter- und Verspätungsschäden unter Anrechnung eines entsprechenden Mitverursachungsbeitrages durch den Absender/Verlader.

Demgegenüber hat der Frachtführer das Frachtgut betriebssicher zu verladen. Nach § 22 Abs. 1 StVO bedeutet dies, dass die Ladung einschließlich Geräte zur Ladungssicherung sowie Ladeeinrichtungen so zu verstauen und zu sichern sind, dass sie selbst bei Vollbremsung oder plötzlicher Ausweichbewegung nicht verrutschen, umfallen hin- und herrollen, herabfallen oder vermeidbaren Lärm erzeugen können. Dabei sind die anerkannten Regeln der Technik zu beachten. Der Frachtführer ist außerdem dafür verantwortlich, dass der Lkw nach der Verladung und während des Transports jeder Verkehrslage gewachsen ist mit der auf einem Transportweg normalerweise zu rechnen ist. (Quelle: Rechtsanwältin Inés Jakob, Anwaltskanzlei Jakob)

   
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